30.06.2022 Partnerschaftsreise in die Normandie

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Foto: Stephanie Potier

Die weißen Kreide-Felsen von Etretat und der verführerische Geschmack edler Liköre aus der Normandie

In den Nachkriegsjahren wurde durch die politische Initiative eine freundschaftliche Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland aufgebaut, die darin „untermauert“ wurde, dass Städte und Gemeinden aus Deutschland mit französischen Gemeinden Partnerschaften eingegangen sind. Die Gemeinde Unterpleichfeld mit ihren Ortsteilen hat bereits im Jahre 1993 diese partnerschaftliche Idee aufgegriffen und mit den französischen Gemeinden Cheux, Grainville sur Odon und St. Manvieu-Norrey einen partnerschaftlichen Austausch beschlossen. Dieser Austausch wird nun seit nahezu 30 Jahren gepflegt.

Nachdem der Besuch in den Partnergemeinden durch die Corona Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 nicht möglich war, konnte sich in diesem Jahr vom 26.-29.05.2022 eine Reisegruppe aus ca. 60 Personen von Unterpleichfeld auf den Weg in die Normandie machen, um die französischen Partnergemeinden zu besuchen.

Obwohl die Vorbereitungszeit für diesen Besuch sehr kurz war, hatten unsere französischen Freunde ein vielfältiges Programm organisiert. Nach einer Nachtfahrt mit dem Reisebus, wurden die Teilnehmer aus Unterpleichfeld und dessen Ortsteilen von den französischen Partnergemeinden in der Normandie mit einer kleinen Stärkung begrüßt. Nach der Ankunft hatten die einzelnen Gastfamilien individuelle Ausflüge mit den Ankömmlingen organisiert.

Wunderbare Ausflüge begeisterten die Teilnehmer

Am Freitag ging es mit zwei Bussen an die Atlantikküste nach Etretat. Dieses Fischerdorf begeistert durch die Felsen und Klippen aus weißer Kreide, deren filigrane Erscheinung wie offene Tore den Blick auf den Atlantik freigeben. Ein steiler Aufstieg führte zu den „Gärten von Etretat“, die wir bei einem Rundgang bewunderten. Der Architekt Alexandre Grivko wurde auf diesem Felsvorsprung von der Pflanzenvielfalt inspiriert und schuf aus einem Labyrinth von Blumen, Sträuchern und Pflanzen filigrane Kunstwerke.

Anschließend führte die Reise nach Fecamp. Die Stadt beeindruckt durch die kunsthistorischen Bauten und der von Jachten dominierten Hafenanlage. Im neogotischen Palast „Palais Benedictine“ wurde die Herstellung des Benediktin- Likörs durch Destillation erlesener Kräuter erläutert. Bei der anschließenden Verkostung konnten die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen dieser Liköre genossen werden. Nach einem köstlichen Abendmenue im Restaurant des Schlosses von Caen konnten wir von dort aus noch die Kulisse der Würzburger Partnerstadt bei Nacht bestaunen.

Am nächsten Tag wurde auf einem Familienbetrieb im Gebiet Bessin die Herstellung von Apfelwein erläutert, der speziell in der Normandie und der Bretagne als Nationalgetränk gilt. Von der Reife der Äpfel, über die Herstellung von Apfelsaft, der Vergärung zu Apfelwein, den Cidre sowie der Weiterverarbeitung zu Pommeau wurde vom fachkundigen Besitzer die gesamte Breite der Herstellung erläutert.

Freundschaftliche Beziehungen wurden weiter gefördert

Am Abend hat das geistliche Oberhaupt der französischen Partnergemeinden in einem Gedenkgottesdienst mit seinen Gesangseinlagen begeistert und das Publikum zu einer Chorgemeinschaft zusammengeschweißt. Diese Art des Gottesdienstes stellt auch eine Möglichkeit dar, den Begriff der Kirchengemeinschaft neu zu erleben. Anschließend wurde zum Festabend eingeladen, bei dem die politischen Vertreter der Partnergemeinden die freundschaftlichen Beziehungen beider Partnervereine hervorhoben. Der zweite Bürgermeister von Unterpleichfeld, Winfried Schraut versicherte über die politische Gemeinde den Partneraustausch weiterhin zu fördern.

Am Sonntag ging es dann mit dem Bus sowie den PKW´s wieder zurück nach Unterpleichfeld. Während der langen Busfahrt konnte jeder das Erlebte nochmals Revue passieren lassen.

Au revoir, jusqu’à l‘année prochaine.