Abgesagt: Fahrt nach Frankreich vom 21.05. bis 24.05.2020

Besuch 2016

Fahrt in unsere französische Partnergemeinden

Am Mittwoch den 04.05.2016 war es wieder soweit, wir machten uns auf den Weg zu unseren Partnergemeinden im Calvados in der Normandie. Pünktlich um 22:00 Uhr startete unser Bus in Richtung Frankreich. Am nächsten Morgen trafen wir uns dann mit unseren französischen Freunden und den anderen aus unserer Gemeinde, die mit dem PKW gefahren sind, in Grainville sur Ordon. Der Empfang war herzlich und man hatte nicht das Gefühl, dass das letzte Wiedersehen schon ein Jahr zurücklag. Auch das Wetter zeigte sich während der drei Tage von seiner besten Seite.

Der Freitag stand im Zeichen des Besuchs der Inseln von Chausey. Hier konnte man wunderbar wandern, Picknick machen und u. a. das erstaunliche Schauspiel des Höhenunterschiedes von 14 Metern zwischen Ebbe und Flut beobachten. Am Abend gab es für alle 130 Personen ein drei Gang Menü in einem Restaurant. Dies war für die große Anzahl an Gästen bestens organisiert, niemand musste lange auf sein Essen warten. Abends ist man dann erschöpft, aber zufrieden und satt ins Bett gefallen. Am Samstag haben wir uns ein landwirtschaftliches Unternehmen angeschaut, welches sich auf die Produktion von Kartoffeln spezialisiert hat. Man zeigte uns die einzelnen Schritte von der Saatkartoffel bis zur Abpackung und dem Versand. Beeindruckend sind die Zahlen: der Anbau erfolgt auf 400 ha, man baut 23 verschiedene Sorten an und produziert jährlich 15000 to. Nach einem Spaziergang durch einen nahegelegenen Wald, bereitete man sich auf den Festabend vor. Neben den Reden der Bürgermeister, Tanzen und Essen gibt es auch immer Darbietungen von unseren französischen Freunden und auch wir hatten uns etwas ausgedacht. Dieses Jahr gab es allerdings etwas Kurioses: Die französische, als auch die deutsche Gruppe suchten sich den gleichen Sketch aus! Man nahm es mit Humor und wertete es als enge Verbundenheit. Am Sonntagvormittag traten wir schweren Herzens wieder die Heimreise an. Während der Hin- und Rückfahrt mit dem Bus verkürzte uns Martin Mais die Zeit mit sehr interessanten geschichtlichen Informationen zu Land und Leuten. Abschließend lässt sich feststellen, das unser Aufenthalt bei unseren französischen Freunden sehr schön war und man jedem empfehlen kann sich der Partnerschaft anzuschließen. Bedenken wegen der Sprache sollte man nicht zu hoch bewerten, die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen gleicht sehr viel aus. Meistens findet sich auch ein Weg zur Verständigung und sei es ein Smartphone mit einem Übersetzungprogramm.

17.06.2016 Café de la mer

Cafe

Cafe de la mer

Einen außergewöhnlichen Abend mit französischen Chansons, italienischen Canzone, argentinischen Tangos und deutschen Schlagern kann man am 17. Juni 2016 in der Burg von Burggrumbach erleben. Auf Einladung des Vereins Salut-Unterpleichfeld versetzen uns an diesem Abend die Sänger und Musiker der Gruppe Café de la mer in die heitere Sommerstimmung fremder Länder.  Um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) beginnt der Abend, ein Glas Wein oder auch ein kühles Bier kann Sie dabei begleiten.

Die Karten dazu können Sie im Vorverkauf ab 02.05.2016 für 9 € bei der Gemeinde erwerben. An der Abendkasse kosten die Karten 10 €.

Café de la mer bei Youtube 

 

Weihnachten in Frankreich

Weihnachten in Frankreich

In Frankreich wird das Weihnachtsfest ganz ähnlich dem deutschen Weihnachtsfest gefeiert. Noël wird das Weihnachtsfest im Norden und Osten Frankreichs genannt, während es im Süden "Calendes" heißt, benannt nach den römischen Kalendern.

Insbesondere in den ländlichen Gebieten Frankreichs ist es Tradition, die Räume der Wohnungen und Häuser mit Mistelzweigen zu schmücken und in großen Kaminen die "bûche de noël" – einen Weihnachtsbaumstamm – vor sich hinglühen zu lassen. Da sich in vielen Städtewohnungen keine Kamine mehr befinden, ist dieser Brauch in den zentralen Orten Frankreichs jedoch größtenteils ausgestorben. Der Weihnachtsbaum wird jedoch auch hier aufgestellt und traditionell nur mit roten Äpfeln und Oblaten behängt. In der heutigen Zeit finden sich jedoch auch Naschwerk, Spielzeug und selbst gebastelte Weihnachtsdekorationen an den Zweigen wieder.

Auch der in Deutschland bekannte Baumkuchen findet seine Ursprünge in Frankreich. In der Vergangenheit war es üblich, dass Freunde und Familie zum Weihnachtsfest Baumstämme mitbrachten, um für ausreichend Wärme zu sorgen. Die süße und kalorienreiche Speise wurde hiernach benannt.

Auch die Krippen mitsamt ihren Tonfiguren, in Frankreich Santons genannt, sind traditionsreich. Meist werden Schäfer, Frauen, Bäcker, Fischer und einige Tiere sowie christliche Figuren wie die Heiligen Drei Könige oder Maria und Josef abgebildet, aber auch zahlreiche Engel finden meist ihren Platz. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es in Frankreich sogar Messen, auf denen zahlreiche dieser Figuren ausgestellt werden. Ein Besuch in der Kirche ist, wie in Deutschland auch, für viele Gläubige zu den Feiertagen ein Muss und gehört ebenso zur familiären Zusammenkunft wie das Festessen am 24. Dezember. In stark traditionellen Haushalten werden an diesem Abend, als Symbol für das Letzte Abendmahl, sieben Mahlzeiten und dreizehn Desserts serviert: von Pfannkuchen über Birnen bis hin zu Nüssen und Datteln. Üblicherweise tischen die meisten Hausherren inzwischen aber Truthahn, Fasan oder Ente auf. Auch die Boudin Blanc, eine Weißwurst aus Hühnchen und Milch, ist bekannt. Anders als in vielen anderen Ländern wird die Bescherung in Frankreich erst am Morgen des 25. Dezember durchgeführt.

Hierfür stellen viele Kinder in Frankreich entweder in die Nähe des Kamins oder des Weihnachtsbaums ihre Stiefel ab, damit diese in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember vom "Père Noël", dem Weihnachtsmann, reichlich gefüllt werden können. Zusätzlich stellen manche Eltern ein Glas Milch und Kekse bereit, damit sich der Weihnachtsmann wohlfühlen kann.

Besuch 2015

Besuch 2015

1. Tag  Anreise und Programm in den Familien

Am Donnerstag kamen unsere französischen Freunde gegen 10:30 Uhr an und wurden wie immer an der Mehrzweckhalle begrüßt. Nach der Verteilung der neuen Gäste auf die Gastfamilien, die alten Hasen finden ja von alleine zusammen, stand der Rest des Tages zur freien Verfügung und wurde individuell für Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung Würzburgs genutzt.

 

2. Tag  Die Fränkische Schweiz  (La Suisse Franconie)

Fast pünktlich ging es um 08:45 Uhr (immerhin nur 15 min später als geplant) in die Fränkische Schweiz.

Unser erstes Ziel war die Ehrenbürg (531,7 m ü. NHN), die im Volksmund Walberla genannt wird. Der Name leitet sich wahrscheinlich von der Heiligen Walburga ab, für die oben auf dem Berg im 17. Jahrhundert eine Kapelle gebaut wurde. Schon in vorchristlichen Zeiten war dieser Berg ein Kultplatz der Kelten und ein germanisches Heiligtum. Nach einem kleinen Fußmarsch auf das Walberla wurden wir durch eine herrliche Aussicht belohnt.

Notre première destination est l‘Ehrenbürg (531,7 mètres au-dessus du niveau de la mer), appelé Walberla dans le langage populaire. Ce nom vient probablement de Sainte Walburga, en l’honneur de laquelle, on fit au XVIIe siècle, construire une chapelle au sommet du massif. C’était, déjà à l’époque préchrétienne, un lieu de culte celte et un sanctuaire germanique.
Après une petite marche, nous serons récompensés par une magnifique vue panoramique.

 

Bei der Weiterfahrt nach Obertrubach fuhren wir durch das romantische Trubachtal. Felsen, Wasser, Wiesen und Burgen säumten unseren Weg.

En poursuivant notre route vers Obertrubach, nous traverserons la vallée romantique du Trubach. En bordure de notre chemin, rochers, cours d’eau, prairies et châteaux forts.

Nachdem das Ein- und Ausladen von ca. 150 Passagieren in zwei Busse immer einiges an Zeit in Anspruch nimmt, kamen wir mit leichter Verspätung nach Obertrubach, wo im Gasthaus Post das Mittagessen gereicht wurde. Der geplante Besuch der Basilika in Gößweinstein musste dem ambitonierten Zeitplan zum Opfer fallen, denn die Bürokratie der Hölle verzeiht es nicht, wenn man zu spät zur Teufelshöhle kommt.

Seit fast 100 Jahren kommen Besucher aus der ganzen Welt, um das einzigartige Naturwunder, die Teufelshöhle in Pottenstein (text en francais), zu erkunden. Tropfsteingebilde majestätisch groß oder zart und feingliedrig und ein komplettes Höhlenbärenskelett erwarteten uns. 

La grotte du diable à Pottenstein
Depuis presqu’un siècle, les visiteurs affluent du monde entier pour découvrir cette merveille naturelle unique qu’est la grotte du diable près de Pottenstein. Des formations spectaculaires de stalactites majestueuses et imposantes ou bien délicates et finement ramifiées ainsi que le squelette complet d’un ours des cavernes nous y attendent.
 

Den Abend liesen viele im Sportheim Burggrumbach bei Gyros und Bier ausklingen.

 

3. Tag  B&B  Boule und Burg

Der Vormittag stand im Zeichen eines Bouleturniers. Die Nicht-Boule-Spieler nutzen den Vormittag für individuelle Ausflüge.

Um 13:00 Uhr stömten dann die Massen, bei erneut strahlendem Sonnenschein, zum obligatorischen Picknick in die Burg Burggrumbach. Eine Gisela soll behauptet haben, dass das Wetter immer schön sei, wenn Engel reisen.
                 
Die Burg steht unweit der Kirche und ist eigentlich keine wirkliche Burgruine, denn das riesige Wohngebäude mit seinem Satteldach ist noch völlig erhalten. Gut erhalten ist auch der Burggraben. Oberhalb von ihm kann man die Burg nahezu umrunden. Außer dem großen Palas sind noch zwei restaurierte kleinere Außentürme zu sehen. Die ehemalige Burgmauer wurde vor langer Zeit in ihrer Höhe stark vermindert, um der Burg ihren Festungscharakter zu nehmen. In das Innere der Burg führt, statt der ehemaligen Zugbrücke, nun eine gemauerte Brücke. Am Eingang stehen noch Reste des ehemaligen Torhauses mit seinem integrierten kleinen Türmchen.

Mit 2 Führungen wurden unsere Gäste in die Geheimnisse der Burg eingeweiht.

Concours de boules et pique-nique à la forteresse de Burggrumbach
      
Au Nord de Würzburg, à Burggrumbach, partie d’Unterpleichfeld, se dresse à proximité de l’église, la forteresse du même nom. En réalité, il ne s’agit pas vraiment d’une ruine de la forteresse. Le corps de logis avec son toit à double pente est, en effet, entièrement conservé.
Les douves de la forteresse sont également bien conservées. Au-dessus de ce fossé, on peut presque en faire le tour.


A côté du grand corps de logis, on peut encore voir deux tours extérieures plus petites et restaurées. Il y a longtemps, on a considérablement réduit la hauteur de l’ancien mur du château pour lui enlever son caractère de forteresse. Pour accéder à l’intérieur de la forteresse on emprunte maintenant un pont en pierres qui a remplacé l’ancien pont-levis. A l’entrée, on peut encore voir des vestiges de l’ancienne entrée fortifiée avec ses petites tourelles intégrées.

 

Der traditionelle Festabend rundete den Tag ab. Neben kulinarischen Genüssen und kurzen Reden servierten uns die Gäste aus Frankreich die apokalyptischen Reiter der Normandie, während die "Einheimischen" mal demonstrierten wie es in einem deutschen Bus während der Fahrt nach Frankreich zugeht.

 

4. Tag  Abschied und Heimreise

Halbwegs pünktlich verließen uns unsere französischen Freunde. Unbestätigten Meldungen zufolge soll der Bus unterwegs ein Dieselproblem gehabt haben und deshalb erst gegen 02:15 Uhr das Ziel in der Normandie erreicht haben.

Nehmt Abschied Brüder / Faut-il nous quitter

Nehmt Abschied Brüder, ungewiß ist alle Wiederkehr
Die Zukunft liegt in Finsternis und macht das Herz uns schwer,
Refrain:
Der Himmel wölbt sich übers Land, ade, auf Wiedersehn!
Wir ruhen all in Gottes Hand, lebt wohl, auf Wiedersehn.

Nehmt Abschied, Brüder, schließt den Kreis, das Leben ist ein Spiel.
Nur wer es recht zu leben weiß, gelangt ans große Ziel.
Refrain

Faut-il nous quitter sans espoir de nous revoir un jour ?
Faut-il nous quitter sans espoir, sans espoir de retour,
Refrain:
Ce n'est qu'un au-revoir, mes frères, ce n'est qu'un au-revoir
Oui, nous nous reverrons, mes frères, ce n'est qu'un au-revoir
Formons de nos mains qui s'enlacent au déclin de ce jour,
Formons de nos mains qui s'enlacent une chaîne d'amour.

 

Bericht der Mainpost vom 15.06.2015