Jazzkonzert in der Burg von Burggrumbach am 25.09.2022 +++ Stand beim Krautfest in Unterpleichfeld +++ Weitere Einzelheiten unter Termine

30.05.-02.06.2019 Besuch unserer französichen Freunde

100 Franzosen feiern mit Unterpleichfeld 100 Jahre Frieden und 25 Jahre Freundschaft

Vier kurzweilige Tage lang verwandelte sich die Gemeinde Unterpleichfeld in ein Zentrum deutsch-französischer Begegnungen.

Als am Donnerstag, den 30.Mai zur Mittagszeit ca. 100 französische Gäste entweder im Reisebus oder in privaten PKWs nach durchfahrener Nacht und ca. 1000 km Wegstrecke am neu gestalteten Dorfplatz von Unterpleichfeld ankamen, war dies ein Wiedersehen von langjährigen Freunden.

100 Jahre nach Ende des 1.Weltkrieges und dem Friedensschluss von Versailles und 75 Jahre nach der Landung der Alliierten in der Normandie, zeigt die seit 25 Jahren sehr lebendige Partnerschaft zwischen Cheux, Grainville sur Odon, Saint Manvieu-Norrey und Unterpleichfeld, Burggrumbach, Rupprechtshausen, und Hilpertshausen wie harmonisch und für alle Beteiligten gewinnbringend Zusammenarbeit in Europa funktionieren kann..

Der von den Bürgermeistern der französischen Partnergemeinden und Bürgermeister Alois Fischer am neuen Dorfplatz gepflanzte Französische Ahorn weist damit in mehrfacher Hinsicht auf wesentliche Ereignisse deutsch-französischer Geschichte hin.

 

 

 

 

Zusammen mit den benachbart stehenden Apfelbäumen aus dem Calvados wird er auch in Zukunft an die herzliche Freundschaft zwischen den beteiligten Kommunen erinnern.

Nach festlichem Konzert durch die Orchester Emotion und Imtakt (unter Leitung von Herrn Comes) beschlossen die zahlreichen Gäste den Abend in den einzelnen Gastfamilien.

Durch den Einsatz der Mitglieder von Salut Unterpleichfeld und vor allem Wolfgang Seelmann, dem schon seit vielen Jahren die Freundschaft zwischen Franzosen und Deutschen eine Herzensangelegenheit ist, wurde an den folgenden Tagen den Besuchern ein vielfältiges Programm geboten. Unsere Gäste waren von Nürnberg, dem mittelalterlichen Stadtzentrum, nicht zuletzt auch von den leckeren Nürnberger Bratwürsten sichtlich begeistert. Das Museum für Industriekultur bot einen Einblick in die Industriegeschichte der fränkischen Metropole.

Bald 200 Personen dann auch noch mit einem schmackhaften Abendessen zu versorgen ist nur durch den Einsatz zahlreicher Helfer möglich.

Die schon seit Jahren in Freundschaft miteinander verbundenen Teilnehmer lernen auf den jährlich alternierenden Begegnungen immer neue Facetten auch der eigenen Region kennen.

Nicht umsonst war der Besuch des Teichwirtschaftlichen Beispielbetriebs des Bezirks Unterfranken in Maidbronn auch für die deutschen Gastgeber ein weiterer Höhepunkt kurzer, aber intensiver Begegnungen.

Ein Picknick im Pfarrgarten Hilpertshausen und die interessanten Erläuterungen des Heimatforschers Richard Schraud zur Historie von Ort und Kirche rundeten zusammen mit dem traditionellen Festabend in der Mehrzweckhalle Unterpleichfeld auch diesen Tag ab.

Wenn sowohl Alois Fischer als auch sein französischer Amtskollege Michel Lafont Bezug auf die starke, in 25 Jahren gewachsene Freundschaft zwischen den Gemeinden und die drängenden Herausforderungen der Zeit, wie den Klimawandel, Bezug nehmen, wird die Bedeutung gelebter Partnerschaft greifbar. Wenn Menschen miteinander über Grenzen hinweg in Freundschaft verbunden sind und mit offenen Augen voneinander lernen, wenn Europa zusammensteht, können Herausforderungen gemeinsam bewältigt werden.

100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg, 75 Jahre nach der Befreiung der Normandie und Frankreichs von nationalsozialistischer Herrschaft, wenn waren vier Tage im Kreis von Freunden ein starkes Signal gegen allerorts erwachende Nationalismen. Wir freuen uns auf auf den Besuch bei unseren normannischen Freunden im nächsten Jahr.

A l’année prochaine. Bis nächstes Jahr!

Unterpleichfeld begrüßt seine französischen Gäste aus dem „Calvados“ vom 30.05.-2.06.2019

Wie schon seit vielen Jahren, so dürfen wir auch in diesem Jahr die Gäste aus unseren französischen Partnergemeinden in Unterpleichfeld vom 30.05. bis 02.06.2019 willkommen heissen.

Für alle, die sich unter dieser Partnerschaft nichts konkretes vorstellen können, geben wir hier einen kurzen Einblick in die Historie dieser Partnerschaft. Weiterhin geben wir das diesjährige ausgearbeitete Programm bekannt.

Schon seit vielen Jahren wird die Freundschaft zwischen Unterpleichfeld mit seinen Ortsteilen Burggrumbach, Rupprechtshausen, Hilpertshausen und den Franzosen aus der Normandie gepflegt, wobei in diesem Jahr das 25- jährige Jubiläum der Partnerschaft ein besonderes Ereignis darstellt. Die Gäste aus unseren Partnergemeinden Cheux, Grainville sur Oden und St. Manvieu-Norrey reisen aus dem „Calvados“ an; einer am Ärmelkanal gelegenen Region Frankreichs. Seit langer Zeit besteht ebenfalls zwischen dem Bezirk Unterfranken und dem Departement Calvados eine Partnerschaft, sowie zwischen der Stadt Würzburg und der Hauptstadt Caen.

In den Nachkriegsjahren wurde mittels einer politischen Initiative eine freundschaftliche Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland aufgebaut, die darin „untermauert“ wurde, dass Städte und Gemeinden aus Deutschland mit französischen Gemeinden Partnerschaften eingegangen sind. Die Gemeinde Unterpleichfeld mit ihren Ortsteilen hat bereits im Jahre 1993 diese partnerschaftliche Idee aufgegriffen und mit den französischen Gemeinden aus der Normandie einen Vertrag geschlossen, der besagt, dass es den Bürgern der Gemeinden ein wesentliches Anliegen ist, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Völkern zu vertiefen.

Aus diesem Grund empfangen wir auch in diesem Jahr ca. 100 Gäste aus der Normandie, die bei uns in Gastfamilien untergebracht werden. Es ist der Gemeinde ein besonderes Anliegen, die Partnerschaft weiterhin zu vertiefen, sowie auch Neubürger aus der Gemeinde für diesen gelebten Austausch zu begeistern. Weiterhin würden wir es begrüßen, wenn sich weitere Bürger aus unseren Gemeinden bereit erklären, als Gastfamilie unsere französischen Freunde über diesen kurzen Zeitraum bei sich aufnehmen. Dies hat auch den positiven Effekt, dass man sich besser kennenlernt; so manche dauerhafte Freundschaft ist auf diese Weise entstanden.

Zum 4-tägigen Besuch unserer französischen Partnergemeinden wurde ein Programm erstellt, bei dem sowohl Sehenswürdigkeiten in unserer Region besichtigt werden, zum anderen aber auch den Gastfamilien die Möglichkeit gegeben wird, eigene Programme in kleinen Gruppen selbständig zu organisieren. So steht in diesem Jahr am 31.05 2019 eine Besichtigung der Innenstadt in Nürnberg sowie am 01.06.2019 der Besuch des Teichwirtschaftlichen Beispielbetriebs des Bezirks Unterfranken in Maidbronn auf dem Programm. An Christi Himmelfahrt werden nach der Ankunft bzw. der Begrüßung der Gäste von den Gastfamilien individuelle Programme organisiert.

Wer daran interessiert ist, während des Besuchs der Bürger aus unseren französischen Partnergemeinden das umfangreiche Programm „mitzuerleben“ und mit dem Gedanken spielt eine Partnerfamilie bei sich aufzunehmen, der sollte sich kurzfristig melden. Ansprechpartner ist Wolfgang Seelmann, (Tel. Nr. 09367/3382), der weitere Details und Informationen über das umfangreiche Programm geben kann.

Und im nächsten Jahr freuen wir uns wieder auf die Reise zu unseren Partnergemeinden in die Normandie, zu der wir bereits heute auch unsere Neubürger einladen, um die Gastfreundschaft unserer französischen Partner sowie den Flair dieser Region zu erleben.

Text:Paul Wild

Endlich Frieden! Vor hundert Jahren ging der 1.Weltkrieg zu Ende

Im Rahmen der jetzt 25-jährigen Partnerschaft zwischen Unterpleichfeld und Cheux/St.Manvieu-Norray/Grainville sur Odon in der Normandie machten sich jeweils 50 Schüler und Schülerinnen mit den Bürgermeistern und Bürgern der Partnergemeinden am 09.11.2018 auf den Weg nach Verdun.

Nach ca. 500 km Fahrt trafen sich Urenkel und Ur-Urenkel ehemaliger Kriegsgegner auf den Schlachtfeldern Verduns, auf denen 1916 mehr als 300000 Menschen ihr Leben verloren. Wolfgang Seelmann von Salut Unterpleichfeld und Arnaud Potier von der Partnergemeinde aus der Normandie, die jeweils von einem engagierten Komitee unterstützt werden, freuten sich über die rege Teilnahme von Schülerinnen und Schülern. „Die Jugend ist die Zukunft Europas und es ist uns ein Anliegen, sie für die deutsch-französische Freundschaft zu begeistern. Gut, dass dieses wichtige Projekt durch die politische Gemeinde Unterpleichfeld mit Bürgermeister Alois Fischer und die Sparkasse Mainfranken für die Jugendlichen finanzielle Förderung erfährt.“

Zwei Tage intensiver Begegnung an schicksalhaftem Ort, zwischen den Gräbern zigtausender Toten, in einer noch heute vom Krieg gezeichneten Natur, vermittelten auch den mehr als 20 Schülerinnen und Schülern aus den Mittelschulen in Unterpleichfeld und Estenfeld sowie der Wolffskeel Realschule einen „überwältigenden und schockierenden Eindruck“ (Hannah Renken, Wolffskeel Realschule) oder wie eine andere Schülerin meinte „der riesige Soldatenfriedhof machte das Ausmaß des 1.Weltkrieges noch deutlicher.“ (Julia Raich)

Rektor Dietzsch von der Mittelschule Unterpleichfeld und den begleitenden Lehrkräften war es ein besonderes Anliegen, den Schülerinnen und Schülern die furchtbare Realität des 1.Weltkrieges vor Ort zu vermitteln.

Die von den Jugendlichen aber auch Erwachsenen der Partnergemeinden vorgetragenen Präsentationen zu am Weltkrieg beteiligten Vorfahren am Samstag Abend, machten beide Seiten betroffen und berührten die Zuhörer auch nach 100 Jahren sehr.

Soldat aus Burggrumbach im 1. Weltkrieg

Bild: Soldat aus Burggrumbach im 1.Weltkrieg

Die Vergegenwärtigung des Leids derer, die zwischen 1914 und 1918 starben, sind den 100 Teilnehmern erneuter Ansporn, die schon so lange bestehende Freundschaft zwischen den Partnergemeinden auch weiterhin zu pflegen.

 

Gruppenbild: Winfried Schraut

Nach einem bewegenden Gottesdienst in der Kathedrale von Verdun, einer Kranzniederlegung unserer Gemeinden für die Gefallenen des Krieges und Empfang durch den Bürgermeister von Verdun, machten sich die 50-köpfigen Reisegruppen wieder auf den Weg in die jeweilige Heimat. »Jusqu’au Mai » « Bis zum Mai. Dann sehen wir uns in Unterpleichfeld wieder.“ hörte man wiederholt bei der herzlichen Verabschiedung von inzwischen langjährigen Freunden.

In einer Zeit wachsender nationaler Egoismen, in einer Zeit in der die europäische Idee verstärkt in Frage gestellt wird, möchten wir Völkerverständigung leben. Wir möchten Misstrauen, Angst und Tendenzen der Isolation mit Zusammenarbeit zwischen unseren Nationen und echter Freundschaft begegnen.“, meint Martin Mais, der von der engagierten Arbeit des Vereins begeistert ist.

Äußerungen wie die von Denise Tausch: “Ich fand es sehr schön, als die französischen Mädchen uns geholfen und wir zusammen gelacht haben“ oder dass man „mit den Lehrern, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Schülerinnen und Schülern aus anderen Schulen und Frankreich mehr in Kontakt gekommen ist“ (Leon Ramold, Wolffskeel Realschule) machen am Ende der Fahrt Hoffnung, dass diese Fahrt etwas bewegt hat und Denise fügt hinzu « Vive l‘Europe. Vive l‘amitié franco-allemande. » „Es lebe Europa. Es lebe die deutsch-französische Freundschaft.“

Salut Unterpleichfeld“ freut sich schon jetzt auf 2019, wenn es wieder heißen wird:

« Bienvenue a Unterpleichfeld! » „Willkommen in Unterpleichfeld.“

Text: Martin Mais

Besuch 2016

Fahrt in unsere französische Partnergemeinden

Am Mittwoch den 04.05.2016 war es wieder soweit, wir machten uns auf den Weg zu unseren Partnergemeinden im Calvados in der Normandie. Pünktlich um 22:00 Uhr startete unser Bus in Richtung Frankreich. Am nächsten Morgen trafen wir uns dann mit unseren französischen Freunden und den anderen aus unserer Gemeinde, die mit dem PKW gefahren sind, in Grainville sur Ordon. Der Empfang war herzlich und man hatte nicht das Gefühl, dass das letzte Wiedersehen schon ein Jahr zurücklag. Auch das Wetter zeigte sich während der drei Tage von seiner besten Seite.

Der Freitag stand im Zeichen des Besuchs der Inseln von Chausey. Hier konnte man wunderbar wandern, Picknick machen und u. a. das erstaunliche Schauspiel des Höhenunterschiedes von 14 Metern zwischen Ebbe und Flut beobachten. Am Abend gab es für alle 130 Personen ein drei Gang Menü in einem Restaurant. Dies war für die große Anzahl an Gästen bestens organisiert, niemand musste lange auf sein Essen warten. Abends ist man dann erschöpft, aber zufrieden und satt ins Bett gefallen. Am Samstag haben wir uns ein landwirtschaftliches Unternehmen angeschaut, welches sich auf die Produktion von Kartoffeln spezialisiert hat. Man zeigte uns die einzelnen Schritte von der Saatkartoffel bis zur Abpackung und dem Versand. Beeindruckend sind die Zahlen: der Anbau erfolgt auf 400 ha, man baut 23 verschiedene Sorten an und produziert jährlich 15000 to. Nach einem Spaziergang durch einen nahegelegenen Wald, bereitete man sich auf den Festabend vor. Neben den Reden der Bürgermeister, Tanzen und Essen gibt es auch immer Darbietungen von unseren französischen Freunden und auch wir hatten uns etwas ausgedacht. Dieses Jahr gab es allerdings etwas Kurioses: Die französische, als auch die deutsche Gruppe suchten sich den gleichen Sketch aus! Man nahm es mit Humor und wertete es als enge Verbundenheit. Am Sonntagvormittag traten wir schweren Herzens wieder die Heimreise an. Während der Hin- und Rückfahrt mit dem Bus verkürzte uns Martin Mais die Zeit mit sehr interessanten geschichtlichen Informationen zu Land und Leuten. Abschließend lässt sich feststellen, das unser Aufenthalt bei unseren französischen Freunden sehr schön war und man jedem empfehlen kann sich der Partnerschaft anzuschließen. Bedenken wegen der Sprache sollte man nicht zu hoch bewerten, die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen gleicht sehr viel aus. Meistens findet sich auch ein Weg zur Verständigung und sei es ein Smartphone mit einem Übersetzungprogramm.